Krebsliga ist liiert mit Mobilfunkbranche

Es gibt ein Sponsoring mit Naturalien, Gratisdienstleistungen, zur Verfügung-Stellung von Infrastruktur und Arbeitskraft – nichts anderes ist die von „Orange“ betriebene Telefonzentrale für die beschriebene Spendenaktion der Krebliga. Inhaltlich gehen die Intimitäten viel weiter: im Bereich Auswirkung von Mobilfunkstrahlung werden Forschungsbeiträge in Millionenhöhe von der Forschungsstiftung Mobilkommunikation finanziert - wie unabhängig diese Forschung sein kann, braucht man wohl nicht weiter zu erläutern. Andererseits arbeitet die Krebsliga Schweiz mit verschiedenen anderen Organisationen zusammen, die ihrerseits wieder Forschung betreiben, welche teilweise ebenso finanziert werden muss.

Die Krebsliga Schweiz ist vor allem aber Mitglied der Forschungsstiftung Mobilkommunikation, aus welchem Grund auch immer. In dieser Zusammenarbeit werden immer wieder gemeinsame Pressemitteilungen von der Forschungsstiftung Mobilkommunikation und der schweizerischen Krebsliga herausgegeben. Interessanterweise ist dies oft dann der Fall, wenn es darum geht, Gesundheitsschäden durch elektromagnetische Einwirkungen zu verharmlosen, wie das eben zitierte Beispiel der aktuellen WHO-Mahnung zu möglichen Schäden aufzeigt.

In den vielen Jahren ihrer Existenz hat die Krebsliga das Thema Krebs äusserst erfolgreich bewirtschaftet. Trotzdem hat sie es bis heute nicht fertig gebracht, ein nationales Krebsregister zu realisieren. Erst ein solches Register, welches vergleichsweise günstig zu führen wäre, könnte harte Fakten über Erfolg und Misserfolg aller Bemühungen zur Krebsbekämpfung liefern.

28.6.2011

Stellungnahme zur Aussage des Mediensprechers der Schweizerischen Krebsliga

Leserbrief zum Tagblatt vom 24.6.2011

Hansueli Stettler, IG Mobilfunk mit Mass St.Gallen

 

Nachtrag 29.6.2021:  seit April 2021 ist die Studie Mevissen/Schürmann nun publiziert, die die Wirkungsweise gepulster Strahlung bei der Entstehung von Krebs und anderen Zivilisationskrankheiten beschreibt. Sie ist für die Gesundheit der Bevölkerung wohl wichtigste medizinische Studie der Schweiz der letzten 10 Jahre. Die Krebsliga und das Bundesamt für Gesundheit haben bisher darüber nicht informiert.